
Nach dem Attentat an dem serbischen Premierminister Zoran-Djindjic im Jahr 2003 initiierte der Ost-Ausschuss der Deutschen Wirtschaft gemeinsam mit dem Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung und der Zoran Djindjic Stiftung das Zoran-Djindjic-Stipendienprogramm. Ziel war es, dem Vermächtnis des Premiers gerecht zu werden und Serbien und seine Menschen der Europäischen Union näher zu bringen. Das Stipendienprogramm bietet jungen serbischen Nachwuchskräften die Möglichkeit, Praxiserfahrungen in führenden deutschen Unternehmen zu erwerben, und stärkt gleichzeitig die deutsch-serbischen Wirtschaftsbeziehungen.
Nach drei erfolgreichen Jahren der Durchführung wurde das Stipendienprogramm im Jahr 2007 auf die weiteren Länder des Westbalkans Albanien, Bosnien und Herzegowina, Kroatien und Mazedonien ausgedehnt.
Im Rahmen des Stipendienprogramms der Deutschen Wirtschaft absolvieren junge Graduierte und Studierende drei- bis sechsmonatige Betriebspraktika in führenden deutschen Unternehmen und erhalten einen Einblick in die Unternehmenskultur in Deutschland. Nach ihren Aufenthalten in Deutschland werden die Praktikanten ihre gewonnenen Erfahrungen und Kontakte beim wirtschaftlichen Wiederaufbau in ihren Heimatländern einsetzen können und somit auch die Wirtschaftsbeziehungen mit der Region des Westbalkans stärken. Mit dem Programm sollen die regionale Aussöhnung vorangebracht, die Wirtschaftsbeziehungen intensiviert und ein branchenübergreifendes Netzwerk an jungen, weltoffenen Nachwuchskräften in der Region aufbaut werden.
